Einblicke in die Praxis der Erwachsenenbildung: Besuch der Universität zu Köln bei der CarePro Akademie

von | Dez. 9, 2025

Von Lea Zimmermann:

Ein Tag voller Austausch und neuer Perspektiven

Am 8.12.25 durfte die CarePro Akademie zehn Studierende der Universität zu Köln aus dem Studiengang Erwachsenenbildung/Weiterbildung willkommen heißen. Für uns eine wunderbare Gelegenheit, die Vielfalt unserer Aufgaben zu zeigen und gleichzeitig mit angehenden Bildungsfachkräften in den Dialog zu treten.

Unsere tägliche Arbeit ist geprägt von der Entwicklung moderner Lernformate, dem Kontakt zu einer sehr heterogenen Zielgruppe sowie der stetigen Weiterentwicklung unseres Angebots. Umso spannender war es, diese unterschiedlichen Facetten transparent zu machen und mit einer neuen Generation von Studierenden darüber ins Gespräch zu kommen.

Ein besonderes déà-vu und Highlight für Lea Zimmermann

Für unsere Kollegin Lea Zimmermann, Didaktik- und E-Learning-Spezialistin der CarePro Akademie, war dieser Termin ein ganz besonderer:
Lea hat selbst an der Universität zu Köln Erwachsenenbildung/Weiterbildung studiert und ihr Studium erst vor rund eineinhalb Jahren abgeschlossen. So war der Termin fast wie ein Klassentreffen – nur ohne Mensaessen. „Umso schöner ist es, nun auf der ‚anderen Seite‘ zu stehen und den Studierenden einen realistischen Einblick in meinen beruflichen Weg und in eine der vielfältigen Perspektiven zu geben, die dieses Studienfach eröffnet.“

Lea stellte nicht nur ihren eigenen Werdegang vor, sondern gab zudem Einblicke in ihre aktuelle Tätigkeit: die Konzeption und Umsetzung von E-Learnings, Trainings und Workshops sowie die Entwicklung von Lernmaterialien für verschiedene Zielgruppen. Besonders eindrücklich war ihr Bericht über die Arbeit in einem multiprofessionellen Umfeld sowie die Anforderungen, die unsere Zielgruppen im Bereich der ambulanten Pflege und Betreuung mit sich bringen – von Fach- und Führungskräften bis hin zu Betreuungskräften mit sehr unterschiedlichen Hintergründen und Erfahrungen.

Vielfältige Zielgruppen – vielfältige Anforderungen

Im Gespräch mit den Studierenden wurde schnell klar, wie komplex und dynamisch der Alltag einer Akademie im sozialen Sektor sein kann. Unsere Zielgruppen bringen unterschiedlichste Voraussetzungen mit:

  • große Alters- und Erfahrungsunterschiede
  • häufig Tätigkeiten in Teilzeit oder Minijob
  • hohe emotionale Belastung und Verantwortungsdruck

Diese Vielfalt stellt besondere Herausforderungen an die Gestaltung von Lernangeboten – von klar strukturierten E-Learnings bis hin zu praxisorientierten Workshops. Genau diese Aspekte wurden intensiv mit den Studierenden diskutiert.

Wie entstehen unsere Lernangebote? Ein Blick hinter die Kulissen

Die Studierenden erhielten zudem einen Einblick in unseren Entwicklungsprozess:
Bedarfsanalysen, Konzeptentwicklung, Materialrecherche, der Einsatz verschiedener Tools sowie die Auswahl externer Trainerinnen und Trainer sind nur einige der Schritte, die notwendig sind, um passgenaue Angebote zu gestalten. Auch unsere digitalen Werkzeuge wurden vorgestellt und sorgten für interessierte Nachfragen. Gerade für angehende Erwachsenenbildnerinnen und Erwachsenenbildner war es spannend zu sehen, wie theoretische Studieninhalte in der Praxis umgesetzt werden und wie viel Abstimmung, Kreativität und strategisches Denken hinter qualitativ hochwertiger Weiterbildung steckt.

Ein lebendiger Austausch, der uns bereichert hat

Die Studierenden zeigten großes Interesse, stellten viele fundierte Fragen und brachten inspirierende Impulse mit. Dieser Austausch hat uns sehr gefallen! Er macht deutlich, wie wertvoll Kooperationen zwischen Hochschulen und Praxisstellen sind.Wir hoffen, dass wir einige der Studierenden vielleicht eines Tages wiedersehen – als Praktikantinnen und Praktikanten, Kolleginnen und Kollegen oder Kooperationspartnerinnen und -partner.

Danke für den Besuch!

Ein herzliches Dankeschön bei der Universität zu Köln für das Interesse und den offenen Dialog. Solche Begegnungen bereichern nicht nur unser Team, sondern tragen auch dazu bei, die Zukunft der Erwachsenenbildung aktiv und „am Puls der Zeit“ mitzugestalten.

 

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